Unsere Xari war tragend, natürlich genau zu unserem Welpentreffen. Gott sei Dank war der Wurftermin, der 63. Tag, an welchem unsere Hunde fast immer pünktlich werfen, erst nach dem Welpentreffen am Dienstag. Das Welpentreffen ging nur bis Sonntag, trotzdem haben Claudia und ich beschlossen, das wir abwechsenld zu Hause bleiben und nach der Hündin sehen.

Und so kam es, wie es kommen muss, die Dame begann drei Tage zu früh zu werfen. Gott sei Dank war Claudia da.

Claudia ist gelernte Krankenschwester, hat in der Notaufnahme gearbeitet und in gewissen Situationen mehr Nerven oder Ruhe als ich. Claudia rief mich gegen 9:30 Uhr an und teilte mir mit, dass der erste Welpe da sei. Mama und Kind seien gesund, sie kümmere sich jetzt um die zu Hause gebliebenen Hunde und werde sich melden. 10:30 Uhr kam dann der Anruf, dass die Hündin nicht weiter geworfen hat und sie die Hündin nun etwas bewegt. Das ist richtig, das hilft oft. In diesem Falle nicht. Also rief sie mich wieder an und teilte mir mit, dass keine Wehen mehr kommen. Das war schon einmal bei uns so. Die Hündin ist vom Rudel isoliert, damit sie Ruhe bekommt, trotzdem bekommen sie den Tagesablauf mit.

So beschlossen wir, ein weheneinleitendes Mittel spritzen zu lassen. Nachdem Claudia damit fertig war, teilte sie mir mit, es seien nun 20 min Zeit und sie gehe mal schnell duschen. Jetzt kommt sie noch schnell dazu, nachher kann es hektisch werden, sie möchte die Zeit nutzen. Ich war platt. Wie kann man denn jetzt duschen gehen.

Auf jeden Fall war Claudia rechtzeitig zurück, die Hündin bekam Wehen, aber es kam kein Welpe. Also rief sie mich vom Auto aus an, das sie nun auf dem Weg zu unserem Tierarzt sei, um die Hündin röntgen zu lassen. Der kleine Welpe ist auch an Bord. Mittlerweile habe ich beim Welpentreffen das Hunderennen vorbereitet und werde sehr unruhig. "Wenn was ist" hatte ich gesagt, “ruf sofort an, ich komm dann nach Hause."

Das Hunderennen war vorbei, und ich schrieb gerade noch mit meiner Tochter Jenny an den Siegerlisten, da klingelte mein Telefon. "Alles in Ordnung", sagte Claudia, "Hündin und Welpen gesund, es war ein Kaiserschnitt. Ein Welpe lag völlig quer und blockierte die anderen. Übrigens, es sind fünfzehn Welpen und alle atmen."

Hier sind die Welpen beim Tierarzt direkt nach dem Kaiserschnitt zu sehen. Auch die Tierärzte waren überrascht, wie viele Welpen aus der Mama kamen:

Krankenschwestern, die in der Notaufnahme und in der Geburtsstation gearbeitet haben, kannst du nicht alleine lassen. Ich durfte auf dem Welpentreffen bleiben und Claudia kümmerte sich mit Xari um den Wurf. Es ist ein großer Wurf, aber ich werde ihr keinen wegnehmen. Ich habe so etwas schon einmal gemacht, das ist einfach grausam.
Und das Tierarztteam hat eine so tolle Leistung gebracht. Es war der erste Kaiserschnitt bei unseren Hunden, aber ich weiß, alles muss klappen. Die Hündin muss schnell schlafen, dann muss man schnell beginnen. Dauert es zu lange, haben die Welpen zu viel Narkosemittel bekommen und man bekommt sie schlecht wach oder gar nicht zum Atmen.

Hier sind die Welpen in einem Video nach dem Kaiserschnitt zu sehen.

Im Nachhinein bin ich froh, dass es ein Kaiserschnitt ist. So viele Welpen, die Hündin hätte sich sehr bemüht. "Dass die nicht geflohen ist," sagt Claudia "als sie aufwachte und dieses Rudel liegt neben ihr."

Wir füttern ab sofort eine Welpenersatzmilch zu, welche dazu gedacht ist, die Welpen zu ernähren, wenn die Mama bei der Geburt sterben sollte. Aber in dem Falle sind alle wohlauf und die Zusatzmama Claudia  ist voller Hoffnung, dass wir alle gut durch bekommen. Für mich wäre das ein kleines Wunder. Wir haben eine Welpenflasche, welche wir natürlich prompt nicht gefunden haben. Was auch kein Wunder ist, ich habe sie vor drei Jahren gekauft, hin und her geräumt und nie gebraucht. Daher mussten wir verschiedene Möglichkeiten ausprobieren, um zu sehen, wie wir die Welpen am besten zufüttern können. Eine neue Flasche wurde sofort bestellt. Aber für den Anfang ging es auch so. Wir berichten euch weiter.

Über mich

Hallo, ich bin Mario Jessat. Ich bin erfolgreicher Hundezüchter, Hundesportler, Hundetrainer und ein wenig hundeverrückt. Denn Hunde aller Rassen begleiten mich schon seit mehr als 40 Jahren.

Mit meinem Schäferhunderudel war ich schon zwei mal im Fernsehen in Dokumentarfilmen zu sehen, und meine Hunde standen bereits für zwei Filme vor der Fernsehkamera.

Ich bin Mitbetreiber der Internetplattform "Snautz.de" und besitze eine eigene Futtermarke "Stadtwolf". Über mein tägliches Leben mit meinen Hunden berichte ich hier im Newsletter und im Blog.

Neueste Artikel