"Ich habe große Achtung vor der Menschenkenntnis meines Hundes, er ist schneller und gründlicher als ich." - soll Fürst Bismarck einmal gesagt haben.

Da fallen mir wieder die Bilder ein, wie vorsichtig, fast kriechend und unterwürfig sich Hitlers Hund Blondi diesem näherte. In meinem Film, den das MDR gedreht hat, ist davon ein wenig zu sehen. Freundlich und vertrauensvoll nähern sieht aber so etwas von anders aus. Sollte Bismarck doch recht haben? Über die Menschenkenntnis und warum das bei Hunden so ist, schreibe ich auch etwas in meinem Buch.

Ich komme auf das Thema Hitler, weil ich am Wochenende den Film "Er ist wieder da" gesehen habe. Ich fand den Film lustig bis sehr nachdenklich, ich weiß, bei uns Deutschen ist das Thema Hitler immer noch ein sehr heißes und auch der Film hatte vorab einige Kritik.

Darum geht es mir nicht, sondern um ein Phänomen, welches im Film herrlich dargestellt wurde. Wir Deutschen und die Liebe zu den Hunden.

Adolf soll einen Hund bekommen und möchte natürlich sofort wieder einen "Deutschen Schäferhund". Doch den bekommt er nicht. Während also Adolf durch die Lande zieht und seine Wählerschaft wie in den alten Zeiten um sich schart, sieht die Bevölkerung gelassen zu und nimmt ihn zur Kenntnis oder bewundert ihn gar. Und was wird sein Untergang? Er erschießt kurz nachdem er die Erde wieder betreten hat einen kleinen Hund, welcher sich in seiner Jacke verbissen hatte. Das wurde gefilmt und irgendwann während seiner Wahltour ins Netz gestellt. Und sofort ist er erledigt, seine Beliebtheit sinkt ins Bodenlose. Wenn es um Hunde deren Quall geht, kennt der Deutsche keine zwei Meinungen. Bei unseren Lieblingen ist Schluss.

Unseren Lieblingen geht es übrigens bestens. Von 10 bis 12 haben wir heute einen ausgiebigen Spaziergang geplant. Abends dann noch einmal etwas kürzer. In der Zwischenzeit spielen sie entweder im Auslauf miteinander oder ruhen: https://www.youtube.com/watch?v=yvjbvLt99wA

Wir müssen wieder ein wenig mit ihnen arbeiten, wir bekommen sie zwar körperlich müde, aber geistig fehlt ein wenig Auslastung. Einige meiner Hunde bereiten wir gerade auf den Wesenstest vor. Das sollte aber kein Problem sein. Und dieses Wochenende ist endlich wieder ein freies Wochenende. Naja, was man so frei nennt, bis Mittag haben wir immer an den Hunden zu tun. Aber es ist keine Hundeschule und es kommen keine Welpenkäufer, es sind keine Welpen zu füttern und keine Kinder in die Schule zu bringen. Vielleicht gelingt es uns, das Bett erst nach 7 Uhr zu verlassen. Da freue ich mich drauf. Und damit wünsche ich dir ein schönes Wochenende.

Über mich

Hallo, ich bin Mario Jessat. Ich bin erfolgreicher Hundezüchter, Hundesportler, Hundetrainer und ein wenig hundeverrückt. Denn Hunde aller Rassen begleiten mich schon seit mehr als 40 Jahren.

Mit meinem Schäferhunderudel war ich schon zwei mal im Fernsehen in Dokumentarfilmen zu sehen, und meine Hunde standen bereits für zwei Filme vor der Fernsehkamera.

Ich bin Mitbetreiber der Internetplattform "Snautz.de" und besitze eine eigene Futtermarke "Stadtwolf". Über mein tägliches Leben mit meinen Hunden berichte ich hier im Newsletter und im Blog.

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