Ich habe diese Woche mal meinen Wurf bei Facebook vorgestellt.

Kaum hat man als Züchter so etwas getan, kommen auch die sogenannten Tierschützer aus ihren Löchern gekrabbelt und geben ihre schlauen Kommentare ab. Diesmal "Schön weiter züchten, die Tierheime sind voll davon". Diese Dame hat wenig Ahnung, die Tierheime sind voll, aber am wenigsten von Rassehunden mit Papieren. Die kosten nämlich viel Geld und weil sie etwas kosten, überlegen sich die Käufer, ob sie so einen Hund kaufen. Diese Käufe sind also wesentlich durchdachter als "Schnäppchenkäufe".

Ich mag diese schlauen Kommentare überhaupt nicht, weil, wie ich feststellen durfte, diese Art von Tierschützern nur Müll im Internet quatschen und selber eher wenig machen. Außer warme Luft verbreiten und mich aufregen.

Manchmal posten oder teilen sie ein Inserat für einen armen Hund und tun dann so, als ob sie die Hälfte aller Hunde aus Rumänien erfolgreich gerettet haben. Dagegen ist nichts einzuwenden, gegen das Posten und Teilen, wenn sie sich dadurch nicht als Tierschützer "par excellence" fühlen würden. Da fehlt noch ein wenig.

Ich kenne echten Tierschutz, ich kenne die Mitarbeiter von Tierschutz-Organisationen und ich kenne deren echtes Engagement. Und da ich sie kenne, haben sie auch das Recht, etwas zu äußern. Es sind tolle Menschen, die das Wohl der Tiere oft über ihr eigenes und das ihrer Familie stellen.

Und ich kenne die schlauen Tierschützer, die auf ihre eigenen Plattform permanent traurige Bilder posten und denken, sie müssen überall ihren Senf dazu geben. Helfen tun sie nicht, und außer "Ohs" und "Achs" passiert wenig.

Ich glaube, es war 2007, da hob ein Veterinäramt in Zusammenarbeit mit "Herdenschutzhunde in Not" eine Qualzucht aus. Das waren traurige Bilder, also berichtete ich bei Snautz.de im Artikel "120 Kangale in Not" davon. Und wir riefen über 2.000 Leute zum Spenden auf, darunter viele Tierschützer. Wisst ihr, wie viel zusammen kam? Immerhin 210 € . Das war krass, erst dieses ganze Geplärre vom Tierschutz und dann 210 € von 2.000 Leuten.

Ich kann mich da gut an meine Schäferzeit erinnern. Nach dem Fall der Mauer schossen die Tierschützer quasi aus dem Boden. Einmal, ich stand mit meinen Schafen auf dem Feld, kamen sie vorbei und fragten, wieso meine Schafe in der Sonne stehen. Um Gottes Willen, die stehen immer dort. Ein Bach war in der Nähe, sie hatten also Wasser. Und, ich stand ja auch dort und hatte keinen Bach zum Trinken. Das ist einem Tierschützer egal.

Und dann, ich komme nach zwölf Stunden Arbeit zu meinem Wohnwagen, da stehen dort Leute und vermessen die Ketten an meinen Hundehütten. Auf meine noch freundliche Frage, was sie auf meinem Land und an meinem Eigentum machen, wird mir mitgeteilt, dass die Ketten 2,50 m lang sein müssen, damit die Hunde sich bewegen können. Mir schossen die Tränen in die Augen, bei so viel Blödheit. Meine Hunde hatten eine Zwölf-Stunden-Schicht hinter sich. Denen war es wirklich egal, ob die Kette 2,40 m oder 2,50 m lang ist. Freundlich bat ich diese Menschen, doch aus dem Bereich meiner Schäferschaufel zu gehen und besser noch, mein Land zu verlassen.

Ich habe nichts gegen Tierschutz, ich helfe nicht wenig und ich erwähne meine Hilfen kaum. Und mein Respekt gilt allen Menschen, welche Zeit und Geld und Nerven und Familie in den Tierschutz stecken. Und auch die vielen ehrenamtlichen Helfer, welche so viel Freizeit opfern und wenn man nur mit einem Hund aus dem Tierheim spazieren geht.

Wenn alle Dummquatscher nur mal einen Hund aus dem Tierheim spazierenführen würden, dann hätten die Hunde wohl ein Problem, sie müssten nämlich 24 Stunden am Tag laufen. Aber so sitzen sie in ihren Zwingern.

Die Dummquatscher mag ich nicht. Urteilt nicht über Menschen, die ihr noch nicht einmal ansatzweise kennt. Bleibt auf Eurer FB-Seite, schmiert da herum oder macht eigene Gruppen auf und versucht mal richtig zu helfen. Würde allen gut gefallen. Besonders den Tieren...

Das ist Ayla, eine Alaskan-Husky-Hündin, welche über den Tierschutz zu mir nach Hause kam. Dieser Hund kommt auch in meinem Buch vor.

Über mich

Hallo, ich bin Mario Jessat. Ich bin erfolgreicher Hundezüchter, Hundesportler, Hundetrainer und ein wenig hundeverrückt. Denn Hunde aller Rassen begleiten mich schon seit mehr als 40 Jahren.

Mit meinem Schäferhunderudel war ich schon zwei mal im Fernsehen in Dokumentarfilmen zu sehen, und meine Hunde standen bereits für zwei Filme vor der Fernsehkamera.

Ich bin Mitbetreiber der Internetplattform "Snautz.de" und besitze eine eigene Futtermarke "Stadtwolf". Über mein tägliches Leben mit meinen Hunden berichte ich hier im Newsletter und im Blog.

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