Ich kenne viele Hunde und ebenso viele Hundegeschichten. Über 40 Jahre Hundehaltung bringen das mit sich. In der Kindheit und Jugend Hundesport auf dem Hundeplatz, als Schäfer, später bei Schlittenhunderennen. In der Zucht und auch einfach nur als Begleiter, Hunde folgen mir immer in meinem Leben.


Mein Schlittenhunderudel und ich in Naumburg an der Saale. Hier hatte ich mein Sommercamp für die Hunde. Mein Sohn war natürlich so oft wie möglich mit dabei.

Facebook, also die sozialen Netzwerke machten es möglich, dass ich über die Hunde, meine Erfahrungen und über die Erlebnisse mit ihnen schreiben konnte. Die Mitleser, aber auch Welpenkäufer und Hundeschulen-Besucher brachten mich auf die Idee, diese Erfahrungen und Erlebnisse zu bündeln und ein Buch zu schreiben.

Ein Buch schreiben? Was für ein Unsinn! Ich bin schließlich kein Schriftsteller, Geschriebenes birgt die Gefahr, sich fürchterlich zu blamieren, vor allen Dingen, wenn man über sich selbst schreibt. Man legt seine Gedanken und sein Leben offen. Ist man heute nicht schon genug transparent?

Irgendwann plante ich, mit einem Teil meines Rudels eine Wanderung am grünen Band zu machen. Das ist der Plattenweg der ehemaligen innerdeutschen Grenze und führt durch die schönsten Gegenden. Wie lange wird man wohl mit über 10 Hunden unbehelligt  wandern können? Zwei Jahre dauerte die Vorbereitung, von Hausausbau, einigen Würfen meiner Zuchthunde und der täglichen Arbeit immer wieder unterbrochen. Und dann war es endlich soweit. Drei Wochen Wanderung waren geplant. Einfach loslaufen, im Zelt schlafen und die Hundemeute mit dabei. Die Logistik wie der Transport des Hundefutters waren geklärt, die Strecke war auf der Karte fertig. Und in meinen Gedenken waren auch  die Hunde, welche an der ehemaligen Grenze ihren Dienst absolvieren mussten. Einige ihrer Nachfahren habe ich im Rudel.


Mein Schäferhunderudel mit mir auf dem Spaziergang. Besonders wichtig ist, dass die Hunde sich als Rudel sehen und es keine Verletzungen gibt. Meine Zuchthunde stammen alle aus ehemaligen DDR-Linien.

Viele Freunde wollten bei der Wanderung dabei sein, leider war das nicht möglich. Die Hunde müssen sich verstehen, keiner darf wildern, es darf einfach nichts passieren. Daher versprach ich ihnen, von der Wanderung in einer Art Newsletter zu berichten.

Wenn ich schon jeden Tag von der Wanderung berichte, dachte ich mir, dann kann ich das auch bündeln und ein Buch daraus machen. Aber nur ein Buch von der Wanderung wäre langweilig. Man läuft von A nach B, von B nach C. Wer will so ein Wander-Alphabet schon lesen ;-).

Daher baue ich die Geschichten meiner Hunde um die Wanderung herum. So beginnt mein Buch mit der Idee der Wanderung und mit der Erkenntnis in meiner Kindheit, dass ich einen eigenen Hund brauche. Nun beginne ich mit dem Schreiben. Und siehe da, es gibt viele Geschichten, von den Hunden allgemein, von Ausnahmehunden, vom Verhalten der Hunde im einzelnen und eines Rudels.


Einer meiner Ausnahmehunde, meine Leaderin Bonnie. Sie war unter meinen Hunden unersetzliche Chefin und führte das Rudel mit einer absoluten Ruhe und Souveränität. Immer war sie lieb zu den Kindern, immer hatte sie ein Auge auf mich. Sie fehlt sehr.

Viel hat dabei mit meinem Beruf als Schäfer zu tun, ein Beruf, welcher nach dem Ende der DDR ebenfalls fast am Ende ist.

Heute, Anfang November 2017 habe ich schon 210 Seiten der Rohfassung zusammen. Bis Weihnachten 2017 soll das E-Book erscheinen, die gedruckte Version plane ich für März 2018.