Mein Name ist Mario Jessat. Ich bin 1961 geboren und lebe in Frohnsdorf, einem kleinen Örtchen in Thüringen. Mit mir zusammen leben meine Freundin, unsere Kinder und natürlich unser Hunderudel.

Hunde faszinieren mich schon mein Leben lang. Sie haben mein Leben geprägt. Immer wenn es möglich war, hatte ich Hunde. Und noch lieber ein Hunderudel. Meine Arbeit als Schäfer von 1985 bis 2002 machte es mir möglich, ein Rudel zu halten und viel von und über die Hunde zu lernen. Vor, während und nach dieser Zeit habe ich viele Rassen als Begleiter gehabt, wie Border Collies, Rottweiler oder Dogo Argentinos. Und auch nach meiner aktiven Zeit als Schäfer bildete ich für Kollegen Hütehunde aus und betrieb eine Hundeschule.


An der Schafherde bei der Hundeausbildung. Es gibt für mich auch heute noch keine schöneren Bilder als Schäfer mit ihrer Schafherde und gut hütenden Hunden.

Dann kamen die Wölfe zurück und ich habe mich von 2002 bis 2006 den Herdenschutzhunden und deren Zucht zugewendet. Kaukasische Schäferhunde und der Cao da Serra da Estrela, der Portugiesische Berghund waren da meine Favoriten.

Es gab auch eine schlechte  Zeit für einige Hunde, die sogenannten Listenhunde. Ich habe versucht, diesen  Hunden zu helfen, damit ich wenigstens ein paar vor dem Tierheim retten kann. Daher kenne ich die Arbeit im Tierschutz und versuche auch da immer wieder zu helfen.


Mit zwei meiner Estrela-Berghunde auf einer Hundemesse in Markkleeberg bei Leipzig. Wir hatten zudem mit unserer Internetplattform Snautz.de die Außenanlage gepachtet und sorgten dort für das Programm.

Schlittenhunde habe ich besessen, diese tollen und ausdauernden Läufer, und ich konnte mit ihnen viele Rennen gewinnen. Ich habe keine teuren Läufer gekauft, sondern es waren "weggegebene" Hunde. Zu langsam, zu klein, irgendwie passten sie nicht bei ihren Vorbesitzern. Ich taufte sie, da sie alle Farben und Größen hatten, "meine Villa Kunterbunt".  Mit ihnen wurde ich unter anderem mehrfach Mitteldeutscher Meister, Bayerncup-Gewinner und deutscher Vizemeister off-Snow in der Sechs-Hunde-Klasse. Besonders die Alaskan Huskys und Scandinavian Hounds waren wegen ihrer Schnelligkeit bei mir im Team. Immer wieder war es für mich faszinierend, etwas mit den Hunden gemeinsam zu unternehmen, als Team zu arbeiten.


Beim Fahren mit meinen Schlittenhunden. Da es in Deutschland wenig Schnee gibt, wird fast immer auf sogenannten Trainingswagen gefahren. Daher heißen diese Rennen "off-Snow".

Und immer waren es die Deutschen Schäferhunde, die mich begleiteten und die ich nunmehr seit zehn Jahren züchte. Die Hundeschule und die Hundezucht betreibe ich immer noch. Zudem darf für meinen Verband als Richter für Leistungstest tätig sein.

Nach meiner Tätigkeit als Schäfer habe ich mich in vielen Jobs ausprobiert. Ich habe im Getränkehandel gearbeitet, in Gaststätten, auf dem Bau, als Versicherungsmakler und auch in der Immobilienbranche. Aber nichts konnte die Zeit mit den Hunden ersetzen. Im Internet bin ich Mitbetreiber der Dienstleistungsseite für Tiere Snautz.de. Und  mit einem weiteren Freund konnte ich einen Traum erfüllen und die eigene Futtermarke Stadtwolf herstellen. Manchmal ist das Leben schön. Mit den Hunden noch schöner.